In den 1920er Jahren war die angespannte Wirtschaftslage so ernst, dass die Selbstversorgung mit Lebensmitteln beinahe überlebenswichtig wurde. Daher beschlossen einflussreiche Bürger, dass jeder Ottensheimer der über einen örtlichen Besitz verfügt, einen Bürgeracker zum Bewirtschaften erhält. Diese Parzellen wurden auf dem Friedhofsberg angelegt.
Um diesen neuen Besitzverhältnissen in Ottensheim entgegenzuwirken, gründeten die Höfleiner Bürger unter der Leitung von Herrn Moherndl 1924 den Schrebergarten am Hochgattergelände. Auch während der Wirren des 2. Weltkrieges blieben diese beiden Gartenanlagen bestehen. Die einzelnen Gartenpächter wurden damals sogar verpflichtet, Arbeiten wie Rasen mähen, Hecken schneiden, Reparaturen usw. auf der Gemeinschaftsfläche der Anlagen zum Wohle der Mitglieder zu übernehmen.
In den 1980er Jahren wurden auf Wunsch der Gemeinde Ottensheim die Bürgeräcker in den Schrebergartenverein eingegliedert.
Der Ottensheimer Kleingarten ist seit jeher in eigenständiger Verwaltung.
Die Gemeinde als Grundeigentümerunterstützt den Verein mit kommunalen Ressourcen.
Im Jahr 2025 wurden an den Standorten Friedhofgelände 65 Gärten und am Standort Hochgatter 90 Gärten bewirtschaftet.

Quelle: mündliche Überlieferung

